Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

müdling, m.

müdling, m.
müder, gedrückter mensch; 'ein provinzialausdruck, der einen mann bezeichnet der in irgend einer anstrengung seines lebens ohne erfolg ermüdet worden.' Pestalozzi 7, 3, vgl. dazu unter müde 1: (da) sein meister der schrecken aller armen gedrückten müdlinge und schuldner in der ganzen herrschaft ist. 1, 223; der schon längst zum armen müdling versunkene mann. 5, 233; wie ein müdling hinanklimmen. 8, 53. auch Göthe hat einmal das wort in einem briefe an Lavater verwendet, er hatte es wol von ihm oder seinen landsleuten gehört: lieber br. sei nur ruhig um mich und ermatte dich nicht müdling ohne noth. der junge Göthe 3, 138 (von 1776).
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 14 (1885), Bd. VI (1885), Sp. 2622, Z. 13.

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mückendreck
Zitationshilfe
„müdling“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/m%C3%BCdling>, abgerufen am 08.05.2021.

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