Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

mühsamkeit, f.

mühsamkeit, f.
das mühsamsein: mühesamkeit, idem quod mühe et bemühung. Stieler 1297; nach mühsam 1, geplagtsein, beschwerde:
dasz wir die mühsamkeit des lebenslaufs ersetzen
mit etwas lust.
Wernicke 50;
nach mühsam 2 und 3, fleisz, sorgsamkeit, sorgfalt: es werden denen neulingen so vil hohe sachen vorgelegt, daran wohl mancher academicus genug zu thun hat, den sensum recht zu assequiren. summa, man will denen eltern vorzeigen, welcher gestalt man seine mühsamkeit an die untergebene lege. unw. doctor 563; es ist eine lobenswürdige mühsamkeit, die innersten winkel der geschichte zu durchstören. J. E. Schlegel 3, 50; fährt der künstler im anfang mit dieser mühsamkeit und geduld fort, so wird er bald seinen endzweck erreichen. Göthe 37, 361; eine reinlichkeit und haltung bei der höchsten mühsamkeit, die sich kaum denken läszt. bei Merck 2, 183;
es ist Elysiens auf dich gesteltes hoffen,
nunmehro recht erwünscht und glücklich eingetroffen,
durch deiner mühsamkeit und deiner würde glanz,
durch deine wissenschaft und den magister-kranz.
Günther 1057;
jetzt nach mühsam 5: die mühsamkeit der arbeit steht in keinem verhältnis zu ihrem lohn; die mühsamkeit eines weges; des lebens; es ist ein pfad voll mühsamkeiten.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 14 (1885), Bd. VI (1885), Sp. 2649, Z. 82.

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Zitationshilfe
„mühsamkeit“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/m%C3%BChsamkeit>, abgerufen am 19.10.2021.

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