Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

münzherr, m.

münzherr, m.
1)
herr über das recht zu münzen, inhaber des münzrechts: dasz auch neben jetzt gemelten stücken (kreuzern und andern münzsorten) die münzherren und stände, nach jhrer landsart etliche sonderbare münzsorten, auch pfenning und häller, zu täglichem gemeinem gebrauch, gemacht zu werden, verschaffen mögen. reichstagsabsch. von 1551, § 36; unsere wappen sind eine zusammensetzung vieler figuren, um deren éine oft ströme von menschenblut vergossen, deren keine also, wo es die ehre und das erbrecht des münzherrn erfordert, ausgelassen werden darf. Herder zur litt. 14, 160.
2)
in reichsstädten, ratsherren die über das münzwesen wachen: münzherren, die auf die münz und wächsel acht hattend das es rächt und ordenlich zugienge, mensarii triumviri, monetales triumviri. Maaler 295ᵃ (er denkt an die römischen triumviri monetales); bei Frisch 1, 675ᵃ aber münzherr als reichsstädtisches amt.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 15 (1885), Bd. VI (1885), Sp. 2709, Z. 42.

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Zitationshilfe
„münzherr“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/m%C3%BCnzherr>, abgerufen am 08.05.2021.

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