Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

macherlohn, m., n.

macherlohn, m. n.
lohn eines verfertigers von handarbeit (nach macher 3): als wier gan Ulm kamen, hiesz mich Paulus mit dem tuͦch umbher gan, den macherlon darzuͦ heischen. Th. Platter 26 Boos; und gehet vil auf macherlon, wenn man hauben, gepreme und porten knippen, klecklen und klippen sol. Mathesius hochzeitpred. K 3ᵃ; aber traun! er wuste nicht wo er das macherlohn hernehmen solte. pol. stockf. 261; ich will ihnen das macherlohn doppelt bezahlen. Gellert 3, 411; in freierem sinne: das macherlohn für einen notar (gebühren für notarwerden). J. Paul flegelj. 1, 31;
so lange, wie ich reden kan,
soll immer euer lob erschallen,
weil ihr (zwei schwestern bei einer näharbeit) so manchen stich gethan,
mir armen diener zu gefallen.
mein herz stellt sich hier selber ein,
mit diesem will ich euch begaben,
wenn ihr nur wollt zu frieden sein,
ein schlechtes macher-lohn zu haben.
Caniz 206;
früher machlohn: tapharthembdt, das mitsamt dem machlon und ander zugehorde über sechs guldin cost. Nürnb. pol. ordn. 97.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1881), Bd. VI (1885), Sp. 1396, Z. 19.

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Zitationshilfe
„macherlohn“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/macherlohn>, abgerufen am 27.11.2021.

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