Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

machtspruch, m.

machtspruch, m.
decretum principis, sententia definitiva. Stieler 2104; ein machtspruch der vernunft. Kant 5, 87; sich in glaubenssachen gegen autorität und machtsprüche .. aufzulehnen. Wieland 29, 126; die schlüsse des Leipziger bundes wurden durch einen machtspruch vernichtet. Schiller hist.-krit. ausg. 8, 179;
sitzt ein Quintil im rath der kleinen kenner,
wo man so keck den frühen machtspruch wagt?
Hagedorn 2, 58;
des fuhrmanns macht- und sittenspruch,
ein zehnmal wiederholter fluch,
war eben, wie der peitsche schlagen,
zu schwach bei diesem schweren wagen.
Gellert 1, 58.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1881), Bd. VI (1885), Sp. 1415, Z. 21.

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Zitationshilfe
„machtspruch“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/machtspruch>, abgerufen am 27.11.2021.

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