Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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madicht, adj.

madicht, adj.
mit maden besetzt, verminosus: madicht fleisch, caro verminosa Stieler 1207; fette käse werden bald madicht, oleosi casei facile redduntur vermiculosi. Steinbach 2, 10; bildlich: sie haben die reine lere besuddelt mit jhrem garstigen und madichten, ja teufelischem zusatz. Luther 5, 372ᵃ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1881), Bd. VI (1885), Sp. 1428, Z. 61.

madig, adj.

madig, adj.
maden habend, neben madicht: hut dich vor .. alten madigen kesz. kuchenmeisterey d 6; so man Aronblätter in die madigen käsz legt, so weichen hinweg die maden. Tabernaemont. 1125; nimb auch gesalznen speck, stosz ihm dem pferd, wo es begünt madig zu werden, in den schaden (die wunde). Seuter rossarzn. 214;
der muost ein stinkend madic âs
eins menschen tragen an die vart.
Renner 22743;
gar schwach, verwund, faul, madig, stinkend.
B. Waldis Esop 4, 100, 172;
zwischenform madigt: ja, ihr viel sind wie die hunde, denn sie lassen lieber verderben, schimlicht und madigt werden, denn das es dem gesinde gegeben würdt. Mathesius Syrach 1, 88ᵇ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1881), Bd. VI (1885), Sp. 1428, Z. 67.

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Zitationshilfe
„madig“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/madig>, abgerufen am 02.12.2021.

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