Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

mahlring, mählring, m.

mahlring, mählring, m.
ring als zeichen des abgeschlossenen verlöbnisses (vgl. mahl pactio sp. 1452 und mählen sp. 1455), vermählungsring: so man aber praut und preitigam zu kirchen fürt, so mag ir ains dem andern ein mahelring geben, doch das ir yetweders mahelring mitsampt dem stain darinnen uber zehen guldin nit kost noch wert sey. Nürnb. pol.-ordn. 73; arra haftgabe als ein mehelring. Dief. 50ᵇ; darauf, als er seim gemahl ain guldin ring gab zur letze, er auch ain andern, den mehlring, von ir empfieng. Zimm. chr. 1, 287, 25; zoch er angesichts iren aller sein mehelring herfur. 290, 13; wie manche vermaledeit die stund, in welcher sie den mähelring empfangen. Abr. a S. Clara 1, 18. kärntnisch mahelrink, vermählungsring Lexer 185.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1881), Bd. VI (1885), Sp. 1458, Z. 3.

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Zitationshilfe
„mahlring“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/mahlring>, abgerufen am 08.12.2021.

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