Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

maiblume, f.

maiblume, f.
allgemein eine im mai blühende blume: könnt ich seinen ersten kusz tausendmal brennender abmalen: ich thät es; denn er gehört unter die ersten abdrücke der seele, unter die maiblumen der liebe. J. Paul uns. loge 1, 147; ich konnt unmöglich die armen büszenden brüder und schwestern bis auf den sonntag nachmittag in ihren mortifikazionen lassen, ohne eine einzige maiblume ihres künftigen wonnemonats, nämlich ohne eine einzige hoffnung. jubelsenior 74; im besondern name der convallaria, des maiglöckchens, auch im dim. maiblümchen, maiblümlein: durch die talgilgen oder maibluͤmlin (werden bezeichnet) die rainen und demuͤtigen. Keisersberg sch. d. pen. 125ᵃ; des leontodon taxacum, löwenzahns, der cacalia, pestwurzel, und des ranunculus acris, brennenden hahnenfuszes; rothe maiblume heiszt die pechnelke. vgl. maienblume.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1881), Bd. VI (1885), Sp. 1471, Z. 59.

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Zitationshilfe
„maiblume“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/maiblume>, abgerufen am 07.12.2021.

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