Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

majoran, m.

majoran, m.
die pflanze origanum, majorana; der name ist, aus griech. ἀμάρακος umgebildet, als majorana mittellateinisch, und geht von hier aus in verschiedenen formen ins deutsche über: meyeron, meyron, maseran, maioran, mayoran, meyrone, merone Dief. 344ᵃ; moioran, meygeran, margaron 243ᵇ; margramkrut, margerona, est quedam herba. voc. inc. theut. n 4ᵇ; rosmarin und mayeron (für das kopfweh des habichts). Mynsinger 41; der meyeron, sampsuchum, sampsychus, amachus, amaracus. Maaler 289ᶜ; der lieblich wol schmöckend meyeron, olens suave amaracus. ebenda; ein salb aus meyeron gemacht, amaracinum. ebenda;
da stuͦnd ein bett (beet) mit meyeron.
Wickram bilg. X 2;
in der form meigramme, die noch jetzt als meigram bairisch ist (Schm. 1, 1576 Fromm.):
ichn aht niht meigrammen,
pardîsepfel, negelîn.
Helbling 1, 406;
die heutige schriftgemäsze form ist schon im 16., entschieden seit dem 17. jh. májoran (während die mundarten, namentlich die mitteldeutschen, an der alten form meíeran, meíran, meíron festhalten): maioran Sebiz feldb. 58; die wolriechende kräuter aber, als rosmarin, majoran, salve. Hohberg 1, 535ᵇ; eine sau ist darum eine sau, weil sie den majoran veracht, und mit dem rüssel in alle weiche materie fährt. Chr. Weise erzn. 51 Braune.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1881), Bd. VI (1885), Sp. 1488, Z. 8.

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Zitationshilfe
„majoran“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/majoran>, abgerufen am 08.12.2021.

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