Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

malve, f.

malve, f.
die pflanze malva, deutsch pappel (s. d.); der lateinische name hat sich seit dem 18. jahrh. eingebürgert: die pappel-stöcke ... dieses gewächse ist unter seinem lateinischen nahmen malva bei denen gartenliebhabern fast mehr bekannt als unter diesen. öcon. lex. 1816; ich sagte zu ihm, der mensch müszte sich wie die blätter der groszen malve, in den verschiednen tagzeiten seines lebens, bald nach morgen bald nach abend richten. J. Paul Qu. Fixl. 196;
mir sind cichorien, mir sind des ölbaums früchte
und leichte malven stets vergnügende gerichte.
Hagedorn 3, 25 (nach Horaz 1, 31);
und in der malve, die dort blühend steht,
erkenn ich froh des herbstes klare nähe.
Körner Rosamunde 3, 10;
wieder hab ich dich gesehen,
blasse malve! blühst du schon? ..
bist du doch des herbstes rose.
Uhland ged. 54.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1881), Bd. VI (1885), Sp. 1513, Z. 38.

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Zitationshilfe
„malve“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/malve>, abgerufen am 02.12.2021.

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