Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

manester, n.

manester, n.
breiartige suppe; im dim. manesterlein: und isset jr saletlein und manesterlein. Mathesius Sar. 25. in der form mainester, bildlich:
dir ist ain scharfs mainester berait,
das wirt dir gar fersalczen.
Hildebrand volksl. 57, 12 (von 1509),
als menester, dim. menesterl: damit sie (die geistlichen) nicht um ihr gaisz, um ihren schmausz, um ihre menesterl kommen. Selhamer predigten bei Schm. 1, 1616 Fromm.; kärntn. manestra, eine art dicker suppe, dann jede pampfige speise Lexer 185; lusern. manester, dickgekochte reissuppe Zingerle 42ᵃ; aus dem ital. minestra suppe, eigentlich etwas angerichtetes (von ministrare, auftragen bei tische, dann suppe anrichten), vgl. Diez wb. der rom. spr. 2, 47.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1882), Bd. VI (1885), Sp. 1538, Z. 68.

Im ¹DWB stöbern

a b c d e f g h i
j k l m n o p q r
s t u v w x y z -
mannshoch
Zitationshilfe
„manester“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/manester>, abgerufen am 24.11.2021.

Weitere Informationen …


Weitere Informationen zum Deutschen Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)