Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

mangelbar, adj.

mangelbar, adj.
1)
mit einem gebrechen oder fehler behaftet, nicht vollkommen: mangelbar, mancus Steinbach 2, 20; nach befestigung aber desz kriegs, mag der kläger seine klage weiter nicht emendirn, noch seines gefallens verendern, er wolt dann dem antworter allen, solcher mangelbaren klag halben aufgewendten unkosten, zuvorderst abtragen. Frankf. reform. 1, 17, § 5.
2)
mit genitiv, eines dinges bedürftig: das sy inen .. jerlich dryg stumpen holz geben, dero sy nit mangelbar, sonder die verkoufen würden. Hotz Zürcher urkundenbuch 1, 66 (von 1554); oder mit an: mangelbar etwaran sein, in angustum venire. Maaler 283ᵇ.
3)
ohne solchen, bedürftig, arm an nahrung: mangelbar, pauper, indigens. Maaler ebenda;
die feldmaus, die selbst mangelbar,
und gästen nie gewogen war,
verbarg den gram (über den besuch), und schien erfreüt;
dem wolstand wich die spahrsamkeit.
Drollinger 145.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1882), Bd. VI (1885), Sp. 1544, Z. 76.

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Zitationshilfe
„mangelbar“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/mangelbar>, abgerufen am 27.11.2021.

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