Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

mangelung, f.

mangelung, f.
das mangeln, fehlen: erkennen den herrn und seinen willen ist gleuben, aber nicht volbringen den willen ist manglung der werk, darumb findet man den glauben on werk. Luther 2, 439ᵇ; gewöhnlich in der verbindung in mangelung: in manglung der straf oder da solches nicht helfen wollte. Reuter v. Speir kriegsordn. 61; hette auch deshalben in mangelung geldes, damit er seine soldaten bezahlete, von den bürgern zinnerne münze schlagen lassen. Micrälius altes Pommern 5, 286; dasz aber ein russisch weib durch viel schlagen und peitschen ein liebreiches und in mangelung dessen ein liebloses und miszgünstiges herze ihres mannes gegen ihr muthmaszen solte, ... hab ich nicht erfahren, kan mirs auch nicht einbilden. Olearius pers. reisebeschreib. 110; indessen werde ich ihn aufs fleiszigste verwahren, damit ich ihn bei fürfallender noth in mangelung eines andern zur hand haben kann. Schoch stud. leb. H 2; in mangelung aber der zeit, sonderlich eines form- oder holzschneiders, hat es verbleiben müssen. Neumark lustwäldchen, vorrede; aus mangelung: aus manglung eines dieners. kurzweil. zeitvertr. 12. vgl.ermangelung.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1882), Bd. VI (1885), Sp. 1549, Z. 55.

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Zitationshilfe
„mangelung“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/mangelung>, abgerufen am 02.12.2021.

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