Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

manichäer, m.

manichäer, m.
der name des zugehörigen zu einer von Manes im 3. jahrh. gestifteten ketzerischen secte ist, wahrscheinlich seit dem vorigen jahrhundert, von studentischen hörern der kirchengeschichte unter witziger anlehnung an das deutsche mahnen auf einen hartherzigen schuldforderer und wucherer übertragen worden:
vorher kam noch, das ding war zum malen,
der manichäer mit häschermacht
und prätendirte, ich sollte bezahlen.
Körner nachtwächter, 4. auftr.;
meine güldenen dukaten,
sagt, wo seid ihr hingerathen? ...
meine manichäer, traun!
halten euch in ihren klaun.
H. Heine 15, 72.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1882), Bd. VI (1885), Sp. 1551, Z. 10.

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Zitationshilfe
„manichäer“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/manich%C3%A4er>, abgerufen am 28.11.2021.

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