Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

mannlehen, n.

mannlehen, n.
feudum masculinum. Haltaus 1308; so sollen auch die obgenanten vogtherren, ire erben und nachkommen dieselbe vogtie von den egen. herren zu rechtem manlehen entpfahen. weisth. 6, 91 (von 1407, Franken); zum sibenden, so schick ich meinen sönen meine verlassene manlehen, pferd und harnisch. versehung eines menschen (1489) 10ᵃ; in diesem (nebenvertrage) wurde dem churfürsten von Sachsen die Lausitz als ein böhmisches mannlehen zuerkannt. Schiller hist.-krit. ausg. 8, 365; auch in weiterer bedeutung, feudum militare, feudum vasallatus. Haltaus a. a. o.; homagium manleen, manguet Dief. 279ᶜ; wir begehen täglich dieselbe verwechselung, wenn wir mannlehn für solche lehne halten, welche blos auf die söhne vererben; da doch ein frauenzimmer gar wohl ein mann sein, oder welches einerlei ist, ein lehn als mann oder dienstmann, oder a titre d'hommage empfangen kann. Möser patr. phant. 1, 325.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1882), Bd. VI (1885), Sp. 1595, Z. 17.

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Zitationshilfe
„mannlehen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/mannlehen>, abgerufen am 01.12.2021.

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