Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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markscheide, f.

markscheide, f.
1)
grenzscheide: der Kymen .. hat dort wieder zwei arme, zwischen welchen wieder eine insel von einigen hundert schritten liegt, welche die markscheide beider reiche macht. Seume mein sommer 103.
2)
im bergwesen, grenze eines grubenfeldes. Veith 334: markscheide ist, wo zwei zechen mit einander grenzen, oder der ort, wo eine zeche oder maase ausgehet, und die andere sich anfänget, item wo der zechen vierung ein ende hat. mineral. lex. 376ᵃ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1882), Bd. VI (1885), Sp. 1642, Z. 59.

markscheiden, verb.

markscheiden, verb.,
im bergwesen, grenzen: zwei zechen, so mit einander markscheiden. auf den mit einander markscheidenden und zu gemeinsamer schachtförderung verbundenen braunkohlengruben. quellen bei Veith a. a. o. markscheiden auch markscheiderische vermessungen vornehmen; ältere form auch marscheiden. Veith 335; markscheiden, ist eine kunst, die stolln und grubengebäude unter der erden am tage, oder über der erde, mit ihren winkeln abstecken, die gerade teufe vom tage auf ein ort in die grube zu weisen, und zu berichten, wie tief es dahin sei. mineral. lex. 376ᵇ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1882), Bd. VI (1885), Sp. 1642, Z. 74.

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Zitationshilfe
„markscheiden“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/markscheiden>, abgerufen am 04.12.2021.

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