Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

marktschiff, n.

marktschiff, n.
schiff das an einen bestimmten ort zu markte oder zu marktzeiten fährt: auctoria merktschif, markschif Dief. 59ᶜ; marktschiff, navis ab una urbe ad alteram quotidie aut statis temporibus ire redireque solita. Steinbach 1, 411; da man aber durch das marktschiff von Antwerpen ... in Vliessingen schon vor ihrem anschlag gewarnt war. Schiller hist.-krit. ausg. 7, 268; eine gesellschaft weltfremder menschen, die so eben auf einem marktschiffe zusammen komme. Göthe 18, 187; fracht- und marktschiffe verweilten in ihrer nähe. 22, 129; dasz wir uns in das Höchster marktschiff setzten, die darin eingepackten seltsamen passagiere beobachteten. 24, 279; zu Höchst stiegen wir aus, wo zu gleicher zeit das marktschiff von Mainz eintraf. 280; das marktschiff war nach einer anspielung Fischarts der titel einer schwänkesammlung: und du mein gartengeselschaft vom rollwagen, vom markschiff, von der spiegeleulen, mit eweren sauberen erndfreien herbstsprüchen. Garg. 17ᵃ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1882), Bd. VI (1885), Sp. 1655, Z. 11.

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Zitationshilfe
„marktschiff“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/marktschiff>, abgerufen am 08.12.2021.

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