Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

marmorn, adj.

marmorn, adj.
aus marmor bestehend, von marmor gefertigt: sîniu bein sint marmorîne sûle. Williram 94, 1 Seemüller; die marmorne bank. Kant 9, 14; irrgänge von myrten und lorberhecken, .. wo tausend marmorne Najaden, die sich zu regen und zu athmen schienen, kleine murmelnde bäche zwischen die blumen hingossen. Wieland 1, 96;
schaaren von glücklichen drängten sich einst aus marmornen thoren.
Seume spazierg. 2, 45;
wie diesz die wahrheit,
laszt mich von meinen knien mich heil erheben;
wo nicht, auf ewig festgebannt hier haften,
ein marmorn monument!
Shakesp. masz für masz 5, 1;
übertragen: warum soll ich getadelt werden, wenn ich eine Panthea bewundere, deren anblick selbst deine marmorne kälte zu entzückung glühen machen würde? Wieland 16, 261.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1882), Bd. VI (1885), Sp. 1666, Z. 78.

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Zitationshilfe
„marmorn“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/marmorn>, abgerufen am 05.12.2021.

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