Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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marmorstein, m.

marmorstein, m.:
marmor marmerstein Dief. 349ᶜ;
was seh ich? in stein verwandelt!
verwandelt in schwarzen marmorstein!
Wieland 18, 254;
nicht in kalten marmorsteinen,
nicht in tempeln dumpf und todt,
in den frischen eichenhainen
webt und rauscht der deutsche gott.
Uhland ged. 40;
als grabmal:
doch besser ist vorher im leben braten,
als nach dem tode blosz ein marmorstein.
Gökingk 3, 118;
bildlich:
wer bei zertheiltem herzen
bleibt unberührt von schmerzen,
ist stahl und marmorstein.
Opitz 2, 132.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1882), Bd. VI (1885), Sp. 1668, Z. 29.

marmorsteinen, marmorsteinern, adj.

marmorsteinen, -steinern, adj.:
marmorsteinen marmoreus (neben marmelstein marmor) voc. inc. theut. n 4ᵇ; in einem hölzinen oder marmorsteinen mörser. Thurneiszer magna alchym. 1, 88; jüngere form marmorsteinern: marmorsteinern, von marmor, marmoreus, marmoreum opus Frisch 1, 645ᶜ; da sie (die Römer) sich aber auf den luxum begaben, und marmorsteinerne häuser baueten. Schuppius 126;
die weichen Najaden stehn auf von ihrer ruh,
und gehen schon geputzt auf ihre bäder zu,
die marmorsteinern sind.
Fleming 150.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1882), Bd. VI (1885), Sp. 1668, Z. 46.

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Zitationshilfe
„marmorsteinen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/marmorsteinen>, abgerufen am 01.12.2021.

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