Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

martererin, märtererin, märtrerin, f.

martererin, märtererin, märtrerin, f.
weiblicher märtyrer, blutzeugin, mhd. marterærinne Lexer wb. 1, 2054: sie starb als märtrerin, starb unschuldig, eine heilige. Fr. Müller 3, 332; die unbehilflichkeit der form veranlaszt manche kürzung: ein schöner geistlicher ruef, von der heiligen junkfrauen und marterirn sant Katharina. Wackernagel kirchenl. 5, nr. 1432 überschrift; von der heiligen jungfrawen und marterin Ursula. 1538 überschrift; die märterinn, foemina martyrium sustinens, sanguine suo de veritate fidei testans Stieler 1244; das wort in freiem sinne: alle meine hochachtung an die lange märtrerin dieses lebens. Herder in Mercks briefs. 1, 37; und fleucht hin zu ihr, der kleinen märtrerin des ehestandes mit dem besten kusz zur genesung glück zu wünschen. 2, 11;
sol ich (die verlassene jungfrau) lang ain martrerin
hie in disem wald sein,
so will ichs got ymmer klagen!
Hätzlerin 2, 14, 415;
als märterin:
auch manche wagt der märterinnen
sich in des marktes frech gewühl,
sie will der menschen herz gewinnen
und singet sanft zum saitenspiel.
Uhland ged. 224.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1882), Bd. VI (1885), Sp. 1682, Z. 20.

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Zitationshilfe
„martererin“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/martererin>, abgerufen am 01.12.2021.

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