Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

marterkammer, f.

marterkammer, f.
carnificina. Steinbach 1, 825; martercammer Hederich 1581; bildlich: es war eine wahre marterkammer für deutsche ohren. Thümmel 2, 157; in die marterkammer und durch das gefängnisgitter der verlassenen seelen wirf (du Hesperus) einen erfreulichen schein. J. Paul Hesp., vorrede XXI; wie behend entflog sie aus der marterkammer (dem zimmer, in welchem ein verhaszter anbeter sie marterte). Tit. 3, 153;
du mein unglück auf der erden,
allerliebste redlichkeit!
die du mich bei viel beschwerden
gleichwohl als mein schatz erfreut;
geh nur aus der marterkammer,
aus der höle meiner brust!
Günther 118.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1882), Bd. VI (1885), Sp. 1683, Z. 72.

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Zitationshilfe
„marterkammer“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/marterkammer>, abgerufen am 09.12.2021.

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