Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

marterpfahl, m.

marterpfahl, m.
pfahl für die folter und die todesstrafe eines verbrechers: wenn wir Hüon und Amanda an den marterpfahl gebunden sehen, .. was macht uns wohl diesen auftritt zum gegenstand eines so himmlischen vergnügens? Schiller hist.-krit. ausg. 10, 9, vgl.:
schon stehn, zum leiden und zum tode noch gepaart,
an einen marterpfahl gebunden,
die einzgen liebenden, die Oberon rein erfunden.
Wieland 23, 281 (Oberon 12, 56);
die Frankreich hat errettet,
seht hier sie festgekettet
am schnöden marterpfahl.
A. W. v. Schlegel 1, 260.
vgl. martersäule.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1882), Bd. VI (1885), Sp. 1686, Z. 45.

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Zitationshilfe
„marterpfahl“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/marterpfahl>, abgerufen am 28.11.2021.

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