Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

marterstuhl, m.

marterstuhl, m.
stuhl, auf welchem man qualen leidet:
jetzt geleite
von jenem marterstuhl, auf dem ich zu Toulon
mehr zitterte, als je ein schach auf seinem thron,
mich an die freie luft.
Thümmel 5, 283;
namentlich auch stuhl für gebärende (vgl. dazu marterbett): marter- sive geburtstul, sella obstetricalis, sive puerperarum scamnum et machina Stieler 2177; da sie (Meta Klopstock in geburtswehen) schon auf den zweiten stuhl (ich enthalte mich, es einen marterstuhl zu nennen, weil ihr unser gott alle ihre leiden so muthig hat überwinden helfen!) da sie auf den zweiten stuhl gebracht worden war, und auch da schon wieder viel gelitten hatte. Klopstock 11, 48.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1882), Bd. VI (1885), Sp. 1687, Z. 5.

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Zitationshilfe
„marterstuhl“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/marterstuhl>, abgerufen am 28.11.2021.

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