Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

martertod, m.

martertod, m.
tod in qualen: er will eine kirche erbauen auf den platz, wo sie den bittern martertod erlitt. Fr. Müller 3, 322; dasz Dio Cassius den martertod des Regulus für eine blosze sage erklärte. Niebuhr 3, 705 (vorher märtyrertod);
an seines herzens offnen wunden
verblutend, steht er da, verlassen und gebunden
im öden wald, und stirbt den langen martertod.
Wieland 23, 173 (Oberon 10, 16);
reiszt mich bei diesem grauen haar zur schmach,
zum martertod — wenn ich dem volke lüge!
Gotter 2, 314.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1882), Bd. VI (1885), Sp. 1687, Z. 30.

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Zitationshilfe
„martertod“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/martertod>, abgerufen am 09.12.2021.

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