Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

marterwoche, f.

marterwoche, f.
woche des leidens Christi, und woche in welcher dasselbe begangen wird: penosa ebdomada dy marterwoche Dief. 417ᵃ; marterwoche, karwoche, hebdomas sancta Frisch 1, 646ᶜ; das geschah am mantag in der marterwochen. d. städtechron. 1, 366, 16; darumb auch jr busze ein lauter schein war, und wehret kaum die halbe marterwochen. Luther 5, 236ᵇ; sprichwörtlich: nach der marterwochen kommen ostern. Lehmann floril. 1, 94;
die marterwoch lasz still vergehn,
dein heiland wird schon auferstehn.
Simrock sprichw. 366;
übertragen: politische fastenpredigten während Deutschlands marterwoche. J. Paul werke 34, 49;
ob mir dein unbestand gleich marterwochen macht.
Menantes galante ged. 20.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1882), Bd. VI (1885), Sp. 1687, Z. 62.

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Zitationshilfe
„marterwoche“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/marterwoche>, abgerufen am 28.11.2021.

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