Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

martinsgans, f.

martinsgans, f.
gans, die zum Martinstage gezinst wird. auch gans die zum Martinstage geschmaust wird: der Martinsgansz rottgesell s. Urban. Garg. 50ᵃ; in der form Märtensgans (vergl. Märten oben sp. 1677): Mertensgans. Butschky kanzl. 355;
herbei, herbei zur Mertensgans,
herr Burkhart mit den bretzeln! jubilemus!
bruder Urban mit der flaschen! cantemus!
sanct Bartel mit den würsten! gaudeamus!
sind alles starke patronen
zur feisten Mertensgans.
Uhland volksl. 572;
Martinsgans, bedeutet nicht nur die gänse so man um diese zeit verzehrt, sondern auch das fest und die malzeit, so man deswegen hält. Frisch 1, 646ᶜ; als nun nicht nur die Martinsgäns und metzelsuppen hin und wieder, sondern auch die heilige weihnacht feiertäge vorbei waren. Simpl. 1, 325.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1882), Bd. VI (1885), Sp. 1688, Z. 12.

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Zitationshilfe
„martinsgans“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/martinsgans>, abgerufen am 27.11.2021.

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