Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

massenei, f.

massenei, f.
gesamtheit des gesindes und gefolges, im mhd. als massenîe, messenîe, aus dem franz. masnie entlehnt, ein häufiges wort, vgl. mhd. wb. 2, 86ᵇ. Lexer wb. 1, 2058, später selten:
alle himelische masseni
machen uns schaden und schanden fri.
Uhland volksl. 818;
in der heutigen sprache alterthümelnd: wenn gleich die heilige massenei, die tempelherren oder tempeleise ganz in art und weise der ritterwelt dargestellt sind. Tieck ges. nov. 6, 41; oder nur historisch erwähnt, in fremderer form: in den alten zeiten waren viele gesellschaften, und besonders die von der so genannten runden tafel, worin niemand zugelassen wurde, als der gewisse ahnen beweisen konnte. diese gesellschaften hieszen massoneien. Möser phant. 1, 211; masonei, eine geschlossene tischgesellschaft. Lessing 10, 303; es war kein hof in Deutschland, weder klein noch grosz, der nicht seine masonei hatte. die alten lieder- und geschichtsbücher sind davon zeugen. 304. mehr unter messenei.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1882), Bd. VI (1885), Sp. 1710, Z. 60.

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Zitationshilfe
„massenei“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/massenei>, abgerufen am 28.11.2021.

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