Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

maszgabe, f.

maszgabe, f.
bestimmung des maszes, der richtschnur und des verhältnisses; nach der formel masz geben (sp. 1724. 1728) im 18. jahrh. für das ältere maszgeben und maszgebung aufgekommen; ohne maszgabe, ohne eine bindende bestimmung: in diesem falle, wollte ich ohne maszgabe die Karaiben oder die Esquimaux in Amerika, oder auch die Kalifornier vorgeschlagen haben. Wieland 14, 227; in der formel nach maszgabe gefolgt von einem näher bestimmenden genitive: der grosze punkt, wovon alles abhing, war die wahl der personen, die uns nach maszgabe der neuen konstituzion regieren sollten. 35, 46; sie müssen wissen, dasz der mond .. gemächlich über den theaterhorizont lief, und nach maasgab seines laufs ein natürliches schröckliches licht in der gegend verbreitete. Schiller hist.-krit. ausg. 2, 374; dabei nähme man auf die zukunft beständig hinsicht, die räume würden grosz genug eingerichtet, nach maszgabe einer zu hoffenden vermehrung. Göthe 43, 316; wo ihrer nach maszgabe der umstände der rechte feudal-name und besitz-titel wartete. J. Paul Qu. Fixl. 78.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1882), Bd. VI (1885), Sp. 1740, Z. 22.

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Zitationshilfe
„maszgabe“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/maszgabe>, abgerufen am 27.11.2021.

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