Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

maszleide, f.

maszleide, f.
abneigung gegen speise, ekel, vergl. masz sp. 1721 und das fem. leide sp. 657 fg.: fastidium maszlaidi, maszleidin, unlust in essen und in trinken. Dief. nov. gloss. 168ᵃ; für die dürre und maszlaide des valken. Mynsinger 31; hat der habich die maslaide, so sol man im geben ain lebendige spitzmaus zu essen. 50; wermuth .. vertreibet die maszleidt zur speisz und bringet widerumb den verlornen appetit. Tabernaemont. 5; die so die maszleid haben, sollen körfelkraut roh mit essig nehmen, das machet den magen wieder begierig nach speis und bringet den verlornen appetit wieder. 288. schwäbisch steht dafür das masc. maszleid, ekel, widerwillen, überdrusz Schmid 376, dem bei Notker maʒleid (demo maʒleid ist. ps. 118, bei Hattemer 2, 422ᵇ) entspricht.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1882), Bd. VI (1885), Sp. 1747, Z. 47.

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Zitationshilfe
„maszleide“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/maszleide>, abgerufen am 28.11.2021.

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