Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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matthier, mattier, m.

matthier, mattier, m.
niedersächsische münze, ursprünglich ein groschen von Goslar mit dem bilde des heil. Matthias: alse nu de van Gosseler oren holen pennigk vormynderden, dar sloghen se darbi eine dichte munte: uppe eine syt sunte Matias, uppe der anderen sit den arne (den adler, das stadtwappen). d. städtechron. 16, 419, 20; daher auch nur Matthias:
me secht, de lauwe to Brunswick (der braunschweigische löwenpfennig von geringerem werte),
sta mit Mathias ungelick,
he hebbe dan groten schaden.
d. städtechron. 16, 252, 4843;
mit ableitendem -er matier, matthier, dreisilbig gesprochen, auch mattheier: de matier, so se (die Goslarer) munten scholden uppe de mark ses lot, der munteden se veer lot, dat weren xlij matier vor den gulden, unde geven van sick xxxiiij matier vor den gulden, dar lande unde lude, dar de krossen gankhaftich was, mede bedrogen worden. 441, 23;
dem klagt ein arme fraw jr not,
und fragt, wie thewr er geb ein loth
bocksblut? er sprach: ist klein gewin;
umb fünf matthier nempt es hin!
B. Waldis Esop 4, 50, 74;
sie nams und gab jm fünf mattheier.
da lacht derselbig leutgeheier.
89.
mattier war bis in unsere tage im Braunschweigischen und Hannöverschen der gewöhnliche name für einen halben Mariengroschen.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1882), Bd. VI (1885), Sp. 1766, Z. 64.

matthier, mattier, m.

matthier, mattier, m.
niedersächsische münze, ursprünglich ein groschen von Goslar mit dem bilde des heil. Matthias: alse nu de van Gosseler oren holen pennigk vormynderden, dar sloghen se darbi eine dichte munte: uppe eine syt sunte Matias, uppe der anderen sit den arne (den adler, das stadtwappen). d. städtechron. 16, 419, 20; daher auch nur Matthias:
me secht, de lauwe to Brunswick (der braunschweigische löwenpfennig von geringerem werte),
sta mit Mathias ungelick,
he hebbe dan groten schaden.
d. städtechron. 16, 252, 4843;
mit ableitendem -er matier, matthier, dreisilbig gesprochen, auch mattheier: de matier, so se (die Goslarer) munten scholden uppe de mark ses lot, der munteden se veer lot, dat weren xlij matier vor den gulden, unde geven van sick xxxiiij matier vor den gulden, dar lande unde lude, dar de krossen gankhaftich was, mede bedrogen worden. 441, 23;
dem klagt ein arme fraw jr not,
und fragt, wie thewr er geb ein loth
bocksblut? er sprach: ist klein gewin;
umb fünf matthier nempt es hin!
B. Waldis Esop 4, 50, 74;
sie nams und gab jm fünf mattheier.
da lacht derselbig leutgeheier.
89.
mattier war bis in unsere tage im Braunschweigischen und Hannöverschen der gewöhnliche name für einen halben Mariengroschen.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1882), Bd. VI (1885), Sp. 1766, Z. 64.

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Zitationshilfe
„matthier“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/matthier>, abgerufen am 27.11.2021.

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