Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

maulbirne, f.

maulbirne, f.
1)
eine birnenart, franz. boire du buchet. Nemnich.
2)
hölzernes oder eisernes gerät in form einer birne, welches den gefolterten in den mund gesteckt ward, um ihr schreien zu verhindern. vergl. unter birne th. 2, 40.
3)
für schlag aufs maul (vgl. maulbeere 3): du verfluchtes mensch, du hast in am letzten geschlagen, nim hin die maulbirn. A. v. Eybe Menächmi (1550) 104ᵇ; der keiser fuhr auf und wüschet jm (einem schmeichler) seine lugenhaftige waffel mit nit wenig maulbirn, dasz jm die augen überliefen. Kirchhof wendunm. 38ᵇ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1882), Bd. VI (1885), Sp. 1799, Z. 30.

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Zitationshilfe
„maulbirne“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/maulbirne>, abgerufen am 29.11.2021.

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