Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

maulfutter, n.

maulfutter, n.
futter fürs maul, speise: gäst heiszen (werden genannt) die man ausz freuntschaft lädt, und jn gastfrei das maulfuͦtter schenkt. S. Frank sprichw. 1, 89ᵃ; oder letzlich (den belagerten) das maulfutter zu klein worden. Kirchhof mil. disc. 48; dasz er sich sein tag umb nichts mehr, als umb das maul und maulfutter bekümmert habe. Zinkgref apophth. 1, 44; sintemahl ich bei so guter schnabelweid und maulfutter augenscheinlich zunahme. Simpl. 1, 73 Kurz; solcher gestalt nun meine nahrung zu haben und das maulfutter zu erwerben. 390; unangesehen ich so viel mit meiner geigen, dem taschenspiel und anderer kurzweil zuwegen brachte, dasz ich ein fettes maulfutter und faule täge ohne sie hätte haben mögen. 3, 262.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1882), Bd. VI (1885), Sp. 1804, Z. 39.

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Zitationshilfe
„maulfutter“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/maulfutter>, abgerufen am 08.12.2021.

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