Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

mausestill, mausstill, adj. und adv.

mausestill, mausstill, adj. und adv.
wie mäuschenstill: blieb also mauszstill sitzen, bis ich erwarten möchte, dasz sich die leute nidergeleget hätten. Simpl. 1, 175 Kurz; wir halten uns ruhig bis in die späte nacht. es wird mausstill. Schiller räuber 2, 3; der see war mausstill. a. m. im Tockenb. 311; er schwieg auch, liesz den andern reden und seifte mausstill den mann ein, der ihm sasz. Pestalozzi Lienh. u. Gertr. 1, 37; hier ist alles mausestill und leichenkalt. Hamann 6, 192; im busch mausestill, bis ich dir das zeichen gebe. Fr. Müller 3, 295;
ich schaute nie sein (gottes) angesicht,
niemals mir seine stimme klang.
wenn er von mir was haben will,
so blieb er nicht so mausestill,
so gab er mir ein zeichen lang.
Lenau Faust 177.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1882), Bd. VI (1885), Sp. 1832, Z. 1.

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Zitationshilfe
„mausstill“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/mausstill>, abgerufen am 26.11.2021.

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