Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

maute, f.

maute, f.
erz das nicht gangweise, sondern nur in haufen oder nesterweise liegt: welche (gure) oftmals von erz hersintert und eine maute erz gleich verkundschaft. Mathes. Sar. 37ᵇ; nun bricht der steiger der gure nach ubersich und trifft ein maut erz, davon er auszbeut gibt. 62ᵃ. bairisch ist die mauten vorrat von obst oder anderen eszwaren, den sich kinder oder dienstboten eines hauses eintragen und etwa unter ihrem strohsack anlegen (dies auch schlesisch Weinhold 60ᵇ), auch das was der besitzer eines obstbaumes oder gartens bekannten oder unbekannten von seinem segen gerne mittheilt, oder zu nehmen erlaubt. Schm. 1, 1687 Fromm. (das ist anderswo mauche und mauke, s. oben sp. 1771 und 1781); ahd. entspricht horrea mûttun (Steinmeyer-Sievers 2, 627, 50); vergl. dazu unten mutich.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1882), Bd. VI (1885), Sp. 1835, Z. 71.

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Zitationshilfe
„maute“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/maute>, abgerufen am 29.11.2021.

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