Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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mäckern

mäckern,
s.meckern.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1881), Bd. VI (1885), Sp. 1417, Z. 3.

mecker, m.

mecker, m.
der meck schreit (vergl. mhd. mecke meckender, ziegenbock. edelstein 14, 8); in Österreich name des bergfinks, fringilla montifringilla. Nemnich 2, 1665, wegen seines rufes.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1882), Bd. VI (1885), Sp. 1837, Z. 13.

meckern, verb.

meckern, verb.
frequentativ zu mecken; vom laute des bocks, der ziege: meckern, balitare Stieler 1260; ich meeckere, caprisso Steinbach 2, 35; meckern wie ein bock, micere Hederich 1588; ziegen meckern, hasen schrein. maulaffe 89; es war, wie wenn selbst die ziegen lauter mäckerten. Pestalozzi Lienh. u. Gertr. 3, 222;
jetzo sasz er und melkte die schaf und meckernden ziegen.
Odyss. 9, 244;
schon hörst du meckern den geliebten ziegenbock.
Kotzebue dram. sp. 1, 33;
die ziege schien es sehr übel zu nehmen, dasz sie abgewiesen wurde; sie meckerte dreimahl etwas unverständliches in ihren bart hinein. Wieland 12, 169;
ha! meckerte der bock: nichts kann gescheidter sein.
Hagedorn 2, 20;
die ziege hört des hasen klagen ..
sie meckert: dich jetzt aufzunehmen,
wird jenes schaf sich bald bequemen.
35;
ein alter bock, wenn er vom Blocksberg kehrt,
mag im galopp noch gute nacht ihr meckern.
Göthe 12, 105;
von menschen mit ähnlicher stimme: (als er) unversehens an die wiege stiesz, dasz das kind ein wenig zu meckern anfieng. maulaffe 40; er hatte eine ganz eigne art die augen zusammen zu ziehen, die nase zu rümpfen, die achseln zu zucken, zu grinsen und zu meckern. Wieland 19, 318; ich habe sie (die ärztliche kunst) oftmals mit groszer admiration verificirt gefunden, meckerte der arzt. Arnim kronenw. 1, 167; (ein schauspieler) hat was meckerndes in seiner stimme. Göthe 43, 35; er kicherte nur noch und meckerte. Gutzkow ritter v. geist 6, 302; während ich mich in Rennes barbieren liesz, meckerte jemand auf der strasze den jungfernkranz aus dem freischütz in deutscher sprache. H. Heine 9, 157; wenn er in den soiréen von Paris seine schlechten romanzen meckert. 167; vom wiehern: hörstu dann nicht das meckern der pferde, das blasen der trommeten, und das schlagen der heerdrummeln? Harnisch 204.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1882), Bd. VI (1885), Sp. 1837, Z. 17.

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Zitationshilfe
„meckern“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/meckern>, abgerufen am 28.11.2020.

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