Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

meermann, m.

meermann, m.
piscis marinus forma virili, ein fisch der glieder hat so dem menschen etwas gleichen. Frisch 1, 654ᵃ (vgl. meerwunder): ja bei den Batavern wäre für drittehalb hundert jahren eine gefüszete sirene, welche so gar am rocken spinnen lernen, und ein meermann ohne schwanz in dem cimbrischen meere für funfzig jahren mit einem seile gefangen worden. Lohenstein Arm. 1, 674ᵃ; triton:
wie sehr ihr auch des meermanns ungestalt
misfällt, so ist sie nun einmahl in seiner gewalt.
Wieland 4, 93 (n. Amadis 4, 15);
als wächter (einer im meere versunkenen stadt) stehn am thor und fletschen das gebisz
meermänner mit blutgiergen blicken.
Freiligrath dicht. 1, 101.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1882), Bd. VI (1885), Sp. 1854, Z. 44.

Im ¹DWB stöbern

a b c d e f g h i
j k l m n o p q r
s t u v w x y z -
mattvergoldung meierblume
Zitationshilfe
„meermann“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/meermann>, abgerufen am 27.11.2021.

Weitere Informationen …


Weitere Informationen zum Deutschen Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)