Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

meerstille, f.

meerstille, f.
wie meeresstille: die meerstille, stille desz meers, bonasse genannt, maris certa, ein meerstille werden, detumere Maaler 286ᵇ (bonasse = franz. bonace, ital. bonaccia); meerstille, malacia, wann kein wind auf dem meer weht, dasz man nicht fortsegeln kann Frisch 1, 654ᵃ; er vergleicht diese nach langen verfolgungen wieder hergestellte freundschaft, einer angenehmen meerstille, welche auf einen schrecklichen sturm folgt. Lessing 4, 271; übertragen: aus seiner meerstille der leidenschaft. J. Paul uns. loge 1, 40; den schlaf, diese meerstille des lebens. Hesp. 2, 187; (sie) handelte und sprach zwar wie sonst und schwieg über den rest, aber diese meerstille war für mich, zwar nicht das anzeichen des sturms, aber doch dieser selber. paling. 1, 18.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1882), Bd. VI (1885), Sp. 1860, Z. 48.

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Zitationshilfe
„meerstille“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/meerstille>, abgerufen am 27.11.2021.

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