Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

mehlbaum, m.

mehlbaum, m.
1)
in der mühle ein an der seite der zarge oder des laufs gegen den beutelkasten zu angebrachtes stück, in welchem das mehlloch befindlich ist. Jacobsson 3, 42ᵇ.
2)
name mehrerer gewächse wegen ihres mehlartigen markes, ihrer früchte oder ihres aussehens; so crataegus aria und crataegus oxyacantha. Nemnich 2, 1267. 1270; viburnum lantana, schlingbaum. 4, 1562; groszer mälbaum (sorbus aucuparia) .. weiter haben wir von disem gewächs erfarung, das die vögel zu winters zeiten, als haselhuͤner, amselen und die ziemer den roten beerlin vast gedrang thuͦn. Bock kräuterb. 380ᵇ; kleiner mälbaum. under anderen hecken und dörnen wachset diser staud im starken letten grund .. der stamm und gehölz ist mit luckem mark auszgefült, das laub, welchs sich dem erlen laub vergleicht, je doch gröszer, ist allwegen rumpficht, mälicht, und gegen der erden ganz weiszfärbig. 380ᵃ; kleiner mehlbaum heiszt auch der gerberstrauch, coriaria myrtifolia. Nemnich 2, 1122; amerikanischer mehlbaum, lantana; mehlbaum endlich aleurites, ein baum der Südseeinseln, der wie mit mehlstaub überstreut ist.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1882), Bd. VI (1885), Sp. 1866, Z. 66.

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Zitationshilfe
„mehlbaum“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/mehlbaum>, abgerufen am 29.11.2021.

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