Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

meierin, f.

meierin, f.
frau eines meiers:
der meier und diu meierin
die heten ouch vil wol umb in
verdienet êre unde guot.
armer Heinrich 1437 (vorher dem meier und sîm wîbe 1396);
meyerin, colona, rustica, villica, villana. voc. inc. theut. n 5ᵃ; ich waiʒ ain mairinn, diu vil mit dem kraut (betonica) würkt und gar wunderleichiu dinch. Megenberg 386, 32; swenne ein meigerin den schnittern ze imbis ald ze mittem dage ze essenne treit. weisth. 1, 307 (Schwarzwald); ich befind, das einer meierin stand, nicht minder fleisz und sorgfeltigkeit, als desz meiers jres manns selber erheische. Sebiz feldb. 62; es musz auf einem jedern forberge (vorwerke) eine fleiszige meierin, viehmutter oder käsemutter oder viehmume, wie sie die Märker nennen, sein. Colerus hausb. (1640) 292; wann die maierin fein selbsten auch die käserin oder käsmutter ist. Hohberg 3, 44ᵃ. in Baiern, wo meier auch den ersten männlichen dienstboten einer gröszeren wirtschaft bezeichnet (vergl. meier 1), ist meierin dann die erste unter den weiblichen dienstboten, auch meisterdirne. Schm. 1, 1552 Fromm.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1882), Bd. VI (1885), Sp. 1905, Z. 59.

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Zitationshilfe
„meierin“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/meierin>, abgerufen am 24.01.2022.

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