Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

meischen, verb.

meischen, verb.
1)
trauben stampfen oder quetschen: gemaischte weinbeer, zertretene oder zerstoszene weinbeeren, die zur presse gebracht werden. Frisch 1, 636ᶜ.
2)
das geschrotene malz mit wasser behandeln: meeschen, maischen, meischen, meuschen, die arbeit, da man das malz mit wasser zur würze des bieres bereitet. Jacobsson 3, 41ᵇ; einmeeschen, einmeischen, einmeuschen, meischen, maischen bei bierbrauern, brantweinbrennern und stärkemachern. 1, 529ᵃ; das getreide wird (bei der essigbrauerei) auf gleiche weise gemalzet, geschroten, gemaischt, gekocht. Beckmann technol. (1777) 101; das schrot wird mit allmälig heiszerm wasser gemaischt, eingebrant oder ausgezogen (beim brantweinbrennen). 109; in der form möschen: das malz, welches in dem möschbottig ... immerzu gemöschet, das ist auf- und umgerührt wird, damit das malz sich nicht zusammensetze und lege. öcon. lex. 1637;
doch aber schon im möschen
verrieth sichs am geschmack, es würde kuhschwanz sein.
Cupido ein bierbrauer, im neu eröffn. musencabinet 1131.
3)
überhaupt zerstoszen, einschlagen, von eiern:
die fraw kam wider also fort,
den speck mit buttern wol durchkreischt,
darnach die eyer drunder meischt,
in einer breiten eisern pfannen.
B. Waldis Esop 4, 19, 68.
vergl. dazu die ausführungen unter meisch 3.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1883), Bd. VI (1885), Sp. 1945, Z. 69.

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Zitationshilfe
„meischen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/meischen>, abgerufen am 02.12.2021.

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