Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

meistermann, m.

meistermann, m.
meister und mann, meister mit hervorhebung der manneswürde; von gott und Christus:
sîn (Christi) kraft ob allen kreften gât,
grôʒ ist sîn meisterschaft.
er ist aller meistere meisterman.
minnes. 3, 21ᵃ Hagen;
so schauet mit bescheidnem blick
der ewigen weberin meisterstück,
wo éin tritt tausend fäden regt ..
das hat sie nicht zusammen gebettelt.
sie hats von ewigkeit angezettelt;
damit der ewige meistermann
getrost den einschlag werfen kann.
Göthe 3, 100. 50, 61;
befehlshaber, leiter, lenker (vergl. meister 10, i):
er sah, zu hause stand es schlecht:
der feine schelm war meistermann,
den starken machte geiz zum knecht,
den schwachen schirrte feigheit an.
Arndt ged. (1840) 306;
der henker (vergl. meister 8): die sollen von dem meistermann gestraft werden. Fronsperger kriegsb. 1, 162ᵃ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1883), Bd. VI (1885), Sp. 1973, Z. 57.

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Zitationshilfe
„meistermann“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/meistermann>, abgerufen am 27.01.2022.

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