Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

meisterrecht, n.

meisterrecht, n.
1)
das recht als meister innerhalb einer innung zu arbeiten: meisterrecht, jus magistri opificii Frisch 1, 657ᶜ; meisterrecht muthen, ad magisterium adspirare, licentiam ab opificio petere exercendi hoc jus, meisterrecht gewinnen, impetrare jus magistri. ebenda; auch die dafür zu entrichtende gebühr, mhd. meisterrëht Lexer handwb. 1, 2088.
2)
das was einer, um meister zu sein, thun musz, meisterstück; in freierem sinne: man sehe ein land an, wo die Machiavellischen künste in schwange gehen, so wird nirgends verspüret werden, das diejenigen, so in diesen künsten das meisterrecht abgelegt, ihre glükseligkeit auf einen beständigen felsen hätten gründen können. Butschky Patm. 524; von gott, der natur:
natur, von derer kraft, luft, welt und wasser sind,
des höchsten meisterrecht, und erstgebornes kind.
Opitz 1, 22;
es pflegt mir einzukommen,
die künstliche natur die hab ihr vorgenommen
an Zlatna sonderlich zu thun ihr meisterrecht.
132.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1883), Bd. VI (1885), Sp. 1977, Z. 21.

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Zitationshilfe
„meisterrecht“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/meisterrecht>, abgerufen am 27.10.2021.

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