Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

meiszeldrähtig, adj.

meiszeldrähtig, adj.
einen schlecht zusammengedrehten faden bildend: wan man ze vil clein spint, so würt der faden meiszeltretig und das garn bricht, und mag nit heben. Keisersberg evangel. (1517) 12ᶜ; noch jetzt in Ober- und Mitteldeutschland verbreitet: bair. maiseldrætiges garn Schm. 1, 1664 Fromm.; in Obersachsen ebenso; schles. meiseldrätig, mêseldrätig, miseldrätig, misteldrätig, zusammengerollt, kraus, von fehlerhaft gezwirnten fäden, übertragen auf den menschen wunderlich, mürrisch Weinhold 61ᵇ; ebenso in Leipzig und umgegend meeseldräthig, meesteldräthig, sehr ärgerlich, unwirsch Albrecht 168ᵇ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1883), Bd. VI (1885), Sp. 1985, Z. 51.

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Zitationshilfe
„meiszeldrähtig“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/meiszeldr%C3%A4htig>, abgerufen am 27.10.2021.

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