Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

meitel, meitlein, n.

meitel, meitlein, n.,
dim. zu meit: wenn man nur in der rechten reinen lehre einig ist, da musz auch nicht ein meitlin unreines und falsch sein, sondern musz alles rein und erlesen sein, wie von einer taube. Luther tischr. 149ᵇ;
ob ich gleich heimlich feintschaft leid,
das kümmert mich nit gar ein meitel;
mein besten freund hab ich im beutel.
H. Sachs fastn. sp. 1, 90, 259;
in der form meutel:
sein unglück schmerzt jn nit ein meutel.
ged. 2, 2, 39ᵇ;
das auszgeben schmirzt uns kein meutel.
2, 4, 99ᵈ;
alemannisch mitlin:
sunst was biszhar sitt ist gsin,
darvon fiele nun nit ein mydtlin.
U. Eckstein concil, in Scheibles kloster 8, 825;
die bedeutung der kleinen münze wird noch spät gekannt: die arme wittib legt auch hinein 2 meitlein, welche einen heller machen. predigt von 1678 bei Schm. 1, 1690 Fromm.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1883), Bd. VI (1885), Sp. 1988, Z. 55.

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Zitationshilfe
„meitlein“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/meitlein>, abgerufen am 17.10.2021.

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