Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

mendeltag, m.

mendeltag, m.
der grüne donnerstag, eigentlich der freudentag (nach ahd. mendan, alts. mendian freuen, ahd. mendilôn scherzen, fröhlich sein), vgl. deutung und belege unter donnerstag 1, th. 2, 1252. ein freudentag war er, weil an ihm mitten in der charwoche das fasten unterbrochen ward:
ik wil dat sweren an dei heligen,
dat ik van dusser ganser vasten
ny visches oge en dorfte betasten,
ân alleine to mendeldage
vergat ik allink myner klage,
unde kofte, nu ik it jo seggen sol,
ein penninkwort stintes, do vôr ik wol.
Theophilus v. Hoffmann (1853), s. 6, 132;
niederdeutsch häufig mendeldach Schiller - Lübben 3, 64 fg.; niederrhein. die soine (sühne) wart uisgeroifen up einen guden mendeldach ind der buschof quam wederumb in Coelne. d. städtechron. 13, 554, 40.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1883), Bd. VI (1885), Sp. 2006, Z. 39.

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Zitationshilfe
„mendeltag“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/mendeltag>, abgerufen am 24.10.2021.

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