Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

mennig, m.

mennig, m.
rote aus blei gewonnene farbe, aus dem lat. minium bereits ahd. als schwaches masc. übernommen: minio miniin Steinmeyer-Sievers 2, 681, 1; in der form minig:
daʒ rôta mere,
des grieʒ sî sô rôt
als ein minig unt ein pluot.
meregarte 34;
später schwankend: minium, meninc dar men rot blac van maket, rot mingen, menige, menge, menginge, menning, meny, menye, mynge, mynye, miny, minig, minin, meining Dief. 362ᵃ ᵇ, worunter wol ins fem. übergegangene formen, vergl. das folgende; menning, sandaracha factitia, menning oder minien, ein hübsche rote farb, wirt mit bleiweisz gemacht und rotem erdtrich gebrennt, sandyx Maaler 288ᵃ, wie noch jetzt alemannisch; als meng:
wir müssen mehr kaufen bleiweisz,
darzu des mumions ein weng,
und einen halben vierling meng,
und auch etwo zwei loth spongrün,
auch ein ohl esch, die sei gar schön,
sampt zinober und Parisrot,
dieweil man uns angedingt hat
zu mahln die meusz mit den ratzen,
die ein krieg führn mit den katzen.
J. Ayrer fastn. sp. 7ᵃ (2367, 30 Keller);
als menk und endlich als mennig: menk, mennig, menig, minium adulterinum, zinnober Schottel 1363; minium, minie, mennig Kirsch cornuc.; der mennich, sandaracha, minium (neben der menning) Steinbach 2, 46; seltener als das folgende.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1883), Bd. VI (1885), Sp. 2020, Z. 51.

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Zitationshilfe
„mennig“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/mennig>, abgerufen am 07.12.2021.

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