Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

mennige, f.

mennige, f.
bleirot; dasselbe wort wie das vorige, aber im geschlecht wol nach farbe umgewandelt (wahrscheinlich schon frühe, vergl. die formen aus Dief. unter mennig); mennje, minium, die rote farbe von blei gemacht Frisch 1, 659ᵃ; das roth der ächten mennige gränzt an die gelbe oder pomeranzenfarbe. Jacobsson 6, 550ᵃ; dann zeigt sichs (das verwitterte kalkgestein) röthlich, beinahe wie mennige. Göthe 28, 177; in der form menge: die menge, minium, mit menge bestreichen, miniare Stieler 1269; wenn dasselbe (bleierz) zu pulver gestoszen, und durch ein starkes feuer calciniret worden, so kömmt daraus erstlich das so genannte bleigelb, und durch ferneres brennen die rothe menge. mineral. lex. 383ᵇ; roth muste sie sein, ehe mahlete er sie mit menge und polis. polit. stockf. 213. Dazu menningberg, metalla minii Stieler 160; mennigebrennen, mennigebrenner, mennigehütte, mennigemühle, mennigeofen Jacobsson 3, 49—51; mennigtinktur, eine dem bleiextracte ähnliche feuchtigkeit aus der mennige 6, 550ᵃ; mennigroth, minius, miniatus Nemnich 3, 582.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1883), Bd. VI (1885), Sp. 2020, Z. 79.

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Zitationshilfe
„mennige“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/mennige>, abgerufen am 27.10.2021.

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