Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

menschenandacht, f.

menschenandacht, f.
dünkel, eigendünkel der menschen (vergl. dazu andacht th. 1, 303): das jr (der taufe) geistlicher gottes chresem, welchs der heilige geist selber ist, gar nichts hat müssen sein, gegen dem leiblichen und zeitlichem chresem der papisten, durch menschenandacht erfunden. Luther 6, 94ᵇ; menschenandacht und gute meinung geraten allzeit also, das hernach ergernis, irrthum, und abgötterei daraus wird. 95ᵃ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1883), Bd. VI (1885), Sp. 2039, Z. 28.

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Zitationshilfe
„menschenandacht“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/menschenandacht>, abgerufen am 24.01.2022.

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