Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

menschenauge, n.

menschenauge, n.:
dasselbige horn hatte augen, wie menschenaugen. Dan. 7, 8; ohne dasz ein menschenauge den frevel zu sehen schien. G. Keller leute von Seldwyla 1, 75;
(gott) der uns nicht mit blöden menschenaugen
anschawet.
Weckherlin 210;
oft sehen wir das bild, das unsre träume mahlen,
aus menschenaugen uns entgegenstrahlen.
Schiller hist.-krit. ausg. 4, 180;
die königin ist frei, vor menschenaugen
wie vor des himmels augen frei.
don Carlos 2, 15;
oft flieszet die geheime thräne
bei eines grabes dunkler scene
von menschenaugen ungesehn.
Gotter 1, 226;
richten sie den blick nach einer höhe,
welche nie ein menschenaug erreicht.
Blumauer 1, 228.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1883), Bd. VI (1885), Sp. 2040, Z. 37.

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Zitationshilfe
„menschenauge“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/menschenauge>, abgerufen am 17.10.2021.

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