Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

menschenbein, n.

menschenbein, n.
1)
bein, knochen der menschen: der wird auf dir opfern die priester der höhe, die auf dir reuchern, und wird menschenbein auf dir verbrennen. 1 kön. 13, 2; und er opferte alle priester der höhe .. auf den altarn, und verbrand also menschenbeine darauf. 2 kön. 23, 20;
er die todten wird erwecken,
ihn das leben blasen ein;
wird mit ihrem fleisch bedecken
all und jede menschenbein.
Spee trutznacht. (1654) 191;
soll der so hohe tag ..
den holzstosz auf der burg voll menschenbeiner finden?
A. Gryphius (1698) 1, 40;
früher als arznei: welche krankheit solte nicht erschrecken, und vor forcht ausz dem leib fahren, wann sie an dasz mumia, menschenfleisch, menschenschmalz, menschenbein, mosz ausz eines gehenkten diebs hirnschale, .. und anderes, damit man jhr gefährlichen thut nachsetzen, gedenket? Philander 1 (1642), 137. vergl. menschengebein.
2)
bein, gehwerkzeug eines menschen: das menschenbein in seiner eigenartigen form gegenüber dem thierbeine. vergl. menschenfusz.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 11 (1883), Bd. VI (1885), Sp. 2040, Z. 79.

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Zitationshilfe
„menschenbein“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/menschenbein>, abgerufen am 17.10.2021.

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